Samstag, 20. August 2016

9. Etappe: Bilbao - San Sebastian

Wie immer, ist es aus Städten heraus etwas mühsam. So ging es auf der N-634 Richtung San Sebastian (was mit Baskischem Namem Donostia heißt – habe auch eine Zeit lang gebraucht heraus zu finden, dass das das Gleiche ist).
Und die N-634 war hier nicht besonders toll zum Fahren. Die Straße ist stark befahren und dabei noch mehrspurig mit Seitenleitschienen. Ich fühle mich da immer wieder auf einer Autobahn.



Wie unterschiedlich die baskische Sprache und die spanische sind, sieht man auf diesem Schild.



Ich hatte schon Sorge, ich müsste jetzt den ganzen Tag auf dieser Straße fahren (die Restkilometer stimmten nämlich recht genau mit denen auf den Schildern überein), da ging es ab auf eine kleine Straße. Und das war auch der Grund warum ich plötzlich derart viele Höhenmeter machen musste. Komoot lotste mich nämlich über einen Berg, um etwas bei der N-634 abzukürzen. Die Straße war allerdings extrem schön, so dass dieser Höhenmeterumweg für mich ok war.




Danach ging es weitgehen an einem Fluss entlang. Und hier sah es von der Umgebung wieder komplett anders aus als in den letzten Tagen.

Ein Blick auf das Smartphone zeigt mit, dass meine Route noch 2 solchen Abkürzungen über die Berge bereithalten würde. Hier entschied ich mich jedoch für die etwas längere Route – und zwar nicht, um mich vor den Höhenmeter zu drücken, sondern weil die längere Route direkt am Meer entlangführte. So eine Straße war es ja genau, auf die ich mich so gefreut hatte und die ich in den letzten Tagen so vermisst hatte.





Immer wieder ging es hinauf, etwas von Meer weg und dann wieder zurück.






Wie man sieht – das Wetter war am Vormittag besser. Gegen Nachmittag zog es immer mehr zu. Die Wettervorhersage stimmt also. Für 17 Uhr war dann sogar Regen vorhergesagt.
Und nun hat sie Komoot zum ersten Mal wirklich komplett verplant. Normalerweise schau ich bei Abzweigungen zur Kontrolle immer noch einmal, ob ich nicht ohnehin richtig bin. Nur als ich einmal wieder nach den Höhenmetern schauen wollte, war ich plötzlich nicht mehr auf der Streck und angeblich an einem Abzweig vorbei. Also wieder umgedreht und die Straße gesucht. Nur war das Wirklich nichts, wo man hätte fahren können.



So musste ich auch hier wieder etwas von der eigentlichen Route abweichen und einen weiteren Umweg fahren, um dann wieder auf recht großen Straßen nach San Sebastian hinein zu fahren.



Umso größer war die Überraschung, als es plötzlich überall Fahrradwege gab, die ich bisher in Spanien so noch nicht hatte. Man merkt es auch in der Stadt – hier sind deutlich mehr Fahrräder unterwegs als sonst in den Städten.



Hier in San Sebastian wohne ich weder in einem Hotel noch über airbnb. Freundlicher Weise hat mir die Cousine eines meiner besten Freunde ein Zimmer in ihrer Wohnung angeboten, die extrem zentral liegt. Und damit habe ich wirklich besonderes Glück gehabt denn hier (eigentlich überall in Spanien) ist Semana Grande. So sind heute besonders vielen Touristen in der Stadt, da allerlei Veranstaltungen samt Feuerwerk am Abend sind und ich normal wohl kaum ein Zimmer gefunden hätte.

So machte ich mich kurz nach meiner Ankunft wieder auf den Weg durch die Stadt. Wie schon Bilbao gestern wirklich eine tolle Stadt – noch dazu mit einem Strand gleich bei der Innenstadt. Wo gibt es so etwas sonst schon?

BTW: Es gab hier auch die Möglichkeit die Speicherkarte, die ich zu beginn verwendet habe zu kopieren. So habe ich jetzt folgende Posts noch erweitert:










Pünktlich zum Feuerwerk (lässt sich nicht gut fotografieren) fing es dann auch deutlich stärker zum Regnen an. Während es davor nur leicht getröpfelt hat, wurde es nun immer stärker. 



Alle Fotos gibt es hier:


Tourdaten:


Tageskilometer: 121 km
Gesamtkilometer Tour: 1.165 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 23,2 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 75,1 km/h
Höhenmeter aufwärst:  1.430 m
Höhenmeter abwärts: 1.440 m
Maximal Höhe: 432 m
Trittfrequenz durchschnittlich: 76 upm
Trittfrequenz maximal: 137 upm
Puls durchschnittlich: n/a
Puls maximal: n/a
Fahrzeit: 5:21 h




Ausblick auf morgen:

Es nach Morcenx. Das liegt ca. auf der Hälfte zwischen San Sebastian und Bordeaux, wo ich den Tag danach hinfahre. Eigentlich müsste ich schreiben „Ausblick auf heute“. Da ich am 9. Etappentag zu beschäftigt war mir die Stadt anzusehen und in der Tapasbar, in der ich Abendessen war kaum Platz zum Stehen war, konnte ich keine Texte schreiben und sitze jetzt (11:04) noch in einem Café weil es draußen noch immer regnet. Ich hoffe es lässt noch etwas nach. Länger als bis 12 Uhr kann ich aber nicht warten weil es sonst zu spät wird – denn ein wenig muss ich ja doch immer fahren…

Hier wieder der Link zur morgigen Tour:


Tageskilometer: 142 km
Höhenmeter aufwärts:  960 m
Höhenmeter abwärts: 900 m


  

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