Wie immer, ist es aus Städten heraus etwas mühsam. So ging
es auf der N-634 Richtung San Sebastian (was mit Baskischem Namem Donostia
heißt – habe auch eine Zeit lang gebraucht heraus zu finden, dass das das
Gleiche ist).
Und die N-634 war hier nicht besonders toll zum Fahren. Die
Straße ist stark befahren und dabei noch mehrspurig mit Seitenleitschienen. Ich
fühle mich da immer wieder auf einer Autobahn.
Wie unterschiedlich die baskische Sprache und die spanische
sind, sieht man auf diesem Schild.
Ich hatte schon Sorge, ich müsste jetzt den ganzen Tag auf
dieser Straße fahren (die Restkilometer stimmten nämlich recht genau mit denen
auf den Schildern überein), da ging es ab auf eine kleine Straße. Und das war
auch der Grund warum ich plötzlich derart viele Höhenmeter machen musste.
Komoot lotste mich nämlich über einen Berg, um etwas bei der N-634 abzukürzen.
Die Straße war allerdings extrem schön, so dass dieser Höhenmeterumweg für mich
ok war.
Danach ging es weitgehen an einem Fluss entlang. Und hier
sah es von der Umgebung wieder komplett anders aus als in den letzten Tagen.
Ein Blick auf das Smartphone zeigt mit, dass meine Route
noch 2 solchen Abkürzungen über die Berge bereithalten würde. Hier entschied
ich mich jedoch für die etwas längere Route – und zwar nicht, um mich vor den
Höhenmeter zu drücken, sondern weil die längere Route direkt am Meer entlangführte.
So eine Straße war es ja genau, auf die ich mich so gefreut hatte und die ich
in den letzten Tagen so vermisst hatte.
Immer wieder ging es hinauf, etwas von Meer weg und dann
wieder zurück.
Wie man sieht – das Wetter war am Vormittag besser. Gegen
Nachmittag zog es immer mehr zu. Die Wettervorhersage stimmt also. Für 17 Uhr
war dann sogar Regen vorhergesagt.
Und nun hat sie Komoot zum ersten Mal wirklich komplett
verplant. Normalerweise schau ich bei Abzweigungen zur Kontrolle immer noch
einmal, ob ich nicht ohnehin richtig bin. Nur als ich einmal wieder nach den
Höhenmetern schauen wollte, war ich plötzlich nicht mehr auf der Streck und
angeblich an einem Abzweig vorbei. Also wieder umgedreht und die Straße
gesucht. Nur war das Wirklich nichts, wo man hätte fahren können.
So musste ich auch hier wieder etwas von der eigentlichen
Route abweichen und einen weiteren Umweg fahren, um dann wieder auf recht
großen Straßen nach San Sebastian hinein zu fahren.
Umso größer war die Überraschung, als es plötzlich überall Fahrradwege
gab, die ich bisher in Spanien so noch nicht hatte. Man merkt es auch in der
Stadt – hier sind deutlich mehr Fahrräder unterwegs als sonst in den Städten.
Hier in San Sebastian wohne ich weder in einem Hotel noch
über airbnb. Freundlicher Weise hat mir die Cousine eines meiner besten Freunde
ein Zimmer in ihrer Wohnung angeboten, die extrem zentral liegt. Und damit habe
ich wirklich besonderes Glück gehabt denn hier (eigentlich überall in Spanien)
ist Semana Grande. So sind heute besonders vielen Touristen in der Stadt, da
allerlei Veranstaltungen samt Feuerwerk am Abend sind und ich normal wohl kaum
ein Zimmer gefunden hätte.
So machte ich mich kurz nach meiner Ankunft wieder auf den
Weg durch die Stadt. Wie schon Bilbao gestern wirklich eine tolle Stadt – noch dazu
mit einem Strand gleich bei der Innenstadt. Wo gibt es so etwas sonst schon?
BTW: Es gab hier auch die Möglichkeit die Speicherkarte, die ich zu beginn verwendet habe zu kopieren. So habe ich jetzt folgende Posts noch erweitert:
Pünktlich zum Feuerwerk (lässt sich nicht gut fotografieren) fing es dann auch deutlich stärker
zum Regnen an. Während es davor nur leicht getröpfelt hat, wurde es nun immer
stärker.
Alle Fotos gibt es hier:
Tourdaten:
Tageskilometer: 121 km
Gesamtkilometer Tour: 1.165 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 23,2 km/h
Maximalgeschwindigkeit: 75,1 km/h
Höhenmeter aufwärst:
1.430 m
Höhenmeter abwärts: 1.440 m
Maximal Höhe: 432 m
Trittfrequenz durchschnittlich: 76 upm
Trittfrequenz maximal: 137 upm
Puls durchschnittlich: n/a
Puls maximal: n/a
Fahrzeit: 5:21 h
Ausblick auf morgen:
Es nach Morcenx. Das liegt ca. auf der Hälfte zwischen San
Sebastian und Bordeaux, wo ich den Tag danach hinfahre. Eigentlich müsste ich
schreiben „Ausblick auf heute“. Da ich am 9. Etappentag zu beschäftigt war mir
die Stadt anzusehen und in der Tapasbar, in der ich Abendessen war kaum Platz
zum Stehen war, konnte ich keine Texte schreiben und sitze jetzt (11:04) noch
in einem Café weil es draußen noch immer regnet. Ich hoffe es lässt noch etwas
nach. Länger als bis 12 Uhr kann ich aber nicht warten weil es sonst zu spät
wird – denn ein wenig muss ich ja doch immer fahren…
Hier wieder der Link zur morgigen Tour:
Tageskilometer: 142 km
Höhenmeter aufwärts:
960 m
Höhenmeter abwärts: 900 m
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